Verzicht auf Plakate

Setzt sich zusammen mit den GRÜNEN gegen die Plakatflut in Hamm ein, Nelli Soumaoro

Hammer GRÜNE verzichten auf Plakate

Am kommenden Wochenende dürfte wieder eine Vielzahl von Wahlplakaten der Parteien das Stadtbild prägen. Ab sechs Wochen vor Wahlen beginnt in Hamm die Erlaubnis für das Anbringen von Plakaten. Die Grünen Hamm haben zur kommenden Landtagswahl beschlossen, auf das Aufhängen von kleinformatigen Plakaten zu verzichten. Sie werden somit in der voraussichtlich großen Plakatmenge nur über die mobilen Großflächenplakate (sogenannten „Wesselmänner“) sichtbar sein.

Zukünftig wollen die Grünen Hamm auf die anderen demokratischen Parteien zugehen und über das Aufstellen von Stellwänden an zentralen Stellen im Stadtgebiet diskutieren, an denen Parteien ihre Plakate anbringen können. Praktiziert wird dieses Prinzip mitunter in vielen Städten, unter anderem auch in Hamms Nachbarstadt Soest. Die Hammer Grünen hoffen, hierbei eine breite Einigung zu erzielen. Damit würde die Anzahl der Wahlplakate und deren Aufstellungsort festgesetzt. Für das Aufstellen von Stellwänden bedarf es zunächst des Erlasses einer Satzung, die regelt, dass kleinformatige Plakate nur noch auf von der Stadt Hamm bereitgestellten stationären Stellwänden erlaubt sind. Durch den Kreisverband der Grünen in Hamm soll daher ein Antrag an die Grüne Ratsfraktion herangetragen werden, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, eine entsprechende Satzung zu erarbeiten und vorzulegen. Dabei soll die Verwaltung auch den Zustand und die Standorte der Stellwände aus der Vergangenheit überprüfen. Zu genehmigende mobile Großflächenplakate für Wahlwerbung sollen von einer etwaigen Regelung unberührt bleiben.

Mit ihrer aktuellen Entscheidung möchten die Grünen ein Zeichen für die Müllvermeidung und Einsparung von Ressourcen setzen. Aus ihrer Sicht ist angesichts der Plakatflut nicht selten ein gewisser Unmut bzw. eine gewisse Verärgerung in der Bevölkerung zu vernehmen. Darüber hinaus werden beim Anbringen von Plakaten im Stadtgebiet mitunter auch stellenweise die Vorgaben dazu nicht beachtet. So tauchen beispielsweise regelmäßig mehrere Plakate an einer Stelle (unter- und übereinander) auf oder Kreuzungsbereiche werden nicht freigelassen. Deshalb sind stationäre Stellwände aus Grüner Sicht praktischer und ein guter Kompromiss. Dabei geht es den Grünen nicht um eine Verhinderung des Plakatierens, sondern lediglich um eine Zentralisierung und bessere Übersicht für die Bürger*innen. Gleichzeitig wird dabei eine große Menge an Müll vermieden. Zusätzlich spricht für eine solche Regelung, dass Wahlkampf und politische Information heutzutage vermehrt auch im Internet und den sozialen Medien erfolgen.